Tragbare Feuerlöscher

Auf dieser Seite möchten wir Ihnen den Sinn und Zweck von Feuerlöschern etwas näher bringen.

 

In der Regel bricht nicht sofort ein Großbrand aus, der nur noch von Einsatzkräften unter Kontrolle gebracht werden kann, sondern es beginnt mit einem kleinen Entstehungsbrand. Gerade für diese Phase sind tragbare Feuerlöscher gedacht und geeignet. Das bedeutet, dass nur kleine und in der Entstehung befindliche Brände erfolgreich gelöscht werden können.

 

Jeder Feuerlöscher ist ohne besondere Kenntnisse zu bedienen, es genügt völlig die aufgedruckte Gebrauchsanweisung zu befolgen. Zu Ihrer eigenen Sicherheit sollten Sie sich allerdings schon jetzt mit der Bedienung, der bei Ihnen verfügbaren Feuerlöscher vertraut machen.

 

Eine gesetzliche Verpflichtung zur Haltung solcher Geräte ist im OÖ. Feuerpolizeigesetz niedergeschrieben. Somit muss jeder Gebäudeeigentümer die ausreichende Anzahl an geeigneten Löschgeräten zur Verfügung stellen um für den Ernstfall gewappnet zu sein.

 

Anschaffung und Überprüfung

Auch ein tragbarer Feuerlöscher muss Normen entsprechen, in Österreich der ÖNORM EN 3. Der Löscher muss in regelmäßigen Abständen geprüft werden. Der Prüfungsintervall ist in Österreich gesetzlich mit zwei Jahren festgelegt.

Beachten Sie bitte: Entsprechend dem neuen Geräte- und Produktsicherheitsgesetz (GPSG §5) dürfen seit April 2010 keine Feuerlöscher mehr überprüft werden, welche älter als 25 Jahre sind.

 

Die Überprüfung der Feuerlöscher erfolgt durch Kundendiensttechniker vieler Fachfirmen. Die Techniker sind entsprechend zertifizierte Sachkundige für die Überprüfung von tragbaren Feuerlöschern und Sie achten darauf, dass als Mindeststandard die ÖNORM F 1053 bei der Überprüfung eingehalten wird.

 

Die Feuerwehr Schönering bietet jedes Jahr im November durch eine befugte Fachfirma eine Löscherüberprüfung im Feuerwehrhaus an. Wo auch neue Geräte preisgünstig erworben werden können. Somit haben Sie die Möglichkeit im eigenen Ort Ihre Löscher überprüfen zu lassen und können dabei den geforderten Überprüfungsintervall einhalten. Eine entsprechende Vorankündigung finden Sie rechtzeitig in der Rubrik Aktuelles.

 

Brandklassen

Brände von festen Stoffen - hauptsächlich organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen:

z.B.: Holz, Kohle, Papier, Textilien, Heu, Stroh, Kunststoff 


Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen - dazu gehören auch Stoffe, die durch die Temperaturerhöhung flüssig werden:

z.B.: Benzin, Heizöl, Alkohol, Teer, Wachs, Lacke, Harz, viele Kunststoffe

Brände von gasförmigen Stoffen:

z.B.: Erdgas, Propan, Methan, Wasserstoff, Acetylen, Butan

Brände von Metallen - (Achtung: Explosionsgefahr beim Löschen von Wasser durch Knallgasbildung):

z.B.: Aluminium, Magnesium, Natrium, Lithium, Kalium und deren Legierungen

Brände von Speiseölen/-fetten in Frittier- und Fettbackgeräten und anderen Küchengeräten:

z.B.: Speiseöl, Speisefette

 

Auf jedem Feuerlöscher findet man diese entsprechenden Brandklassen in Piktogrammform, die beim ersten Blick bereits ins Auge stechen.

 

In der Übersichtsgrafik rechts wird ersichtlich, welcher Feuerlöscher für die jeweilige Brandklasse geeignet ist.

 

Im Wohnbereich wird meistens ein Schaumlöscher für die Brandklassen A und B die beste Lösung darstellen, da gerade Pulverlöscher, die meistens die Brandklassen A, B und C (Glutbrandpulver) abdecken eine erhebliche Verunreinigung durch die Pulverwolke erzeugen und in vielen Fällen die Brandklasse C nicht vorhanden ist (Ausnahme Gasheizungen udgl.).

 

Bei elektrischen Anlagen muss unbedingt darauf geachtet werden, dass der Feuerlöscher einer Typenprüfung bezüglich Strom unterzogen wurde bzw. bietet sich gerade in diesen Fällen oft ein CO2-Löscher an, welcher einen guten Löscherfolg erzielt und dabei noch über ein rückstandsfreies Löschmittel verfügt.

 

Handhabung von Feuerlöschern

Gerade bei Feuerlöschern ist es wichtig, dass man sich vor dem Ernstfall mit deren Handhabung auseinander setzt, da man im Notfall besonders rasch reagieren soll, um die ersten kostbaren Sekunden (nach erfolgter Alarmierung der Feuerwehr) bestmöglich nutzen kann.